Stalingrad, das waren Bilder. Bilder von Toten auf den Straßen, in den Häusern, zwischen ausgebrannten Fahrzeugen. "Bilder", erinnert sich der damals 20-jährige Schuhmacher Bertold König, "wie alte Männer, Frauen und Kinder an der Straße stehen und darauf warten, dass Lastwagen kommen, um sie abzutransportieren, heraus aus der Stadt. Da waren sie noch ganz gut beieinander, aber das hat sich später dann geändert. Wir haben dann den Roten Platz hinter uns gelassen und sind bis kurz vor die Wolga gekommen. Da lagen die Russen mit dem Fluss im Rücken. Jetzt waren wir so dicht aufeinander, russische und deutsche Soldaten, dass wir anfingen, uns mit Spaten zu behandeln. Wir sollten das Stück, das noch zwischen uns und der Wolga lag, unbedingt nehmen."